Eine Welt voller Wunder

Herzlich Willkommen auf dieser Website! Hier erfährst du alles über meine Rinder und mich, unsere Geschichte, unsere Projekte und vieles mehr. Viel Freude dabei!

Schön, dass du zu uns gefunden hast!

Bist du vielleicht als Spaziergänger über den QR-Code auf diese Website gestoßen?
Bitte beachte, dass es sich bei diesen Rindern größtenteils um traumatisierte Tiere handelt, die ihre Ruhe brauchen. Bitte füttere sie auf keinen Fall! Fotografiere sie nicht und sieh sie nicht direkt und lange an. Das bedeutet Stress für die Tiere. Halte Abstand zu ihnen. Danke!

Aufruf

Ich bin auf der Suche nach kameraaffinen Menschen, die mit mir Videomaterial produzieren. Ich schneide gerne Videos für meinen YouTube-Kanal und unsere Internetpräsenz. Ich möchte zeigen, wie wir leben und wie wundervoll es ist, mit Kühen zu sein. Ich möchte diese besonderen Momente teilen und zum Umdenken anregen. Aber es ist sehr schwierig, das Videomaterial alleine zu produzieren. Ich würde mich sehr freuen, wenn uns jemand mal ein paar Stunden begleiten würde und die Momente mit meinen Kühen festhalten würde. Eine Kamera kann ich zur Verfügung stellen.
Schreibe mir doch eine Nachricht an [email protected]. Danke!

Meine Philosophie

Meine Rinder sind Individuen, eigenständige Persönlichkeiten, die mit meiner Unterstützung ein relativ natürliches Leben leben können. Ich habe sie alle aus schlechten Verhältnissen gekauft oder vor der Schlachtung bewahrt. Sie alle haben eins gemeinsam: Sie wurden als Nutztiere gehalten und haben ihren Weg zu mir gefunden und sind nun Lebenstiere, Haustiere, meine Freunde, meine Familie. Ich begegne ihnen auf Augenhöhe. Meine Rinder leben in Familienverbänden, die zusammenbleiben, Freundschaften bleiben bestehen, weil ich sie nicht auseinanderreiße. Meine Rinder treffen, so gut es geht, Entscheidungen über ihr Leben selber. In einer Welt voller Gefahren, wie Menschen, Straßen, Autos, Müll, Maschinen etc., ist es schwer, ihnen das Leben zu geben, dass sie verdienen. Das wäre ein Leben in Freiheit, ein Leben, in dem sie nicht auf den Menschen angewiesen sind. Doch ich gebe mir Mühe, so nah wie möglich daran zu kommen, sie so frei, wie es mir möglich ist, leben zu lassen. 
Auf Augenhöhe begegnen bedeutet auch, ein Teil ihrer Herde zu sein, von ihnen zu lernen. Auf dieser Website möchte ich meine Tiere vorstellen, jedem einzelnen von ihnen eine Plattform geben, denn sie sind so besonders, so einzigartig! Und sie tragen gemeinsam mit mir und unserer Geschichte die Botschaft in die Welt: Respekt und Würde allen Lebewesen!

 

Sie sind alle nur ihretwegen hier, nicht für uns. Genauso wie wir unseretwegen hier sind.
Und wir können alle einen Beitrag für unsere Umwelt, die Welt um uns herum, leisten.
Ist das nicht schön?
Ich liebe es, hier zu sein, einfach um meine Erfahrungen zu machen.
Lassen wir die Tiere genau das auch tun.
Lassen wir sie das Leben genießen, mit all seinen Facetten. Lassen wir sie selbst entscheiden. Lassen wir sie in Frieden leben, so wie wir es auch tun wollen. 

Meine Angebote

Ich biete
individuelles Rindertraining,
KuhKontakt und Coaching mit Rindern (auch als Gutschein),
Vorträge
sowie Besuchs- und Informationsstunden für Kindergärten, Schulen, Kindergeburtstage, etc.

Standorte: Mettmann und Solingen in NRW

Rindertraining und Vorträge: individuell, ca. 250 Kilometer um Mettmann



Neuigkeiten

Hier berichte ich über die Tiere, aktuelle Projekte uvm.
Wenn du regelmäßig etwas von uns sehen möchtest, dann folge uns gerne auf Instagram und Youtube: "Mywildox"!

Maja Luisa

14.05.2024

Es schien irgendwie so ein hoffnungsloser Tag zu sein. Ich war früh morgens auf dem Weg zu meiner Kuh Maria Nora, weil sie eingeschläfert werden musste. Ich wollte mich auch dieser Aufgabe stellen und sie begleiten, um sie spüren zu lassen, dass sie nicht alleine ist und dass alles gut ist. Sofern man das noch vermitteln kann, wenn man jemanden töten lässt. Aber das war leider der Weg, den wir gehen mussten und es tut mir immer noch so leid und weh. 
Doch kurze Zeit später traf ich die kleine Maja Luisa. Sie war zur gleichen Zeit geboren worden, zu der Maria starb. Ich fühlte mich vom Leben wieder so positiv überrascht, ich spürte so viel Hoffnung und Freude in mir. Diese Geschichte kann nicht anders, als inspirieren und Hoffnung schenken. Majas Mama (wir haben sie Maria genannt) hat eine schlimm entzündete Klaue und wäre eigentlich schon geschlachtet worden, aber das ging nicht, weil sie tragend war. Melken kann man sie in dem Zustand auch nicht, was für die Beiden großes Glück bedeutet, denn so konnte die Kleine bei ihrer Mama bleiben. Der Landwirt tut schon die ganze Zeit, was möglich ist, um ihr zu helfen. 
In dem Moment, in dem ich Maja kennenlernte, war es klar, dass sie mir gehören wird. Natürlich war direkt klar, dass ich den beiden helfe. Meine Freundin Patricia vom LebensMuht-Hof hat schon viele schwer kranke Tiere wieder fit gekriegt und das wird sie jetzt auch bei Maria versuchen. Wo sie in Zukunft leben werden, wissen wir nicht. Aber derzeit sind sie bestens versorgt. Der Bauer tut, was er kann und das Wichtigste ist, dass die Mutter medizinisch gut betreut wird und die Zwei zusammen bleiben. 
Es gibt keine Zufälle. Alles ist miteinander verbunden. Maria wollte nicht, dass ich den Kopf hängenlasse. Und das tue ich auch nicht. Die Kleine ist ein deutliches Zeichen dafür, dass alles richtig und gut so ist, wie es ist und dass wir vertrauen dürfen. Marias Tod ist unfassbar traurig, sie ist viel zu früh gestorben. Und doch… ohne sie, würden die Zwei vermutlich keine Chance auf ein langes Leben haben. 
An dieser Stelle suchen wir Patinnen und Paten für Maja Luisa und Maria, die ihre dauerhafte Versorgung mitfinanzieren. 

Rise, sister, rise.

27.04.2024

Gestern hat meine wundervolle Kuh Maria Nora diese Erde verlassen. Sehr unglückliche Umstände haben dazu geführt, dass sie nur grade so ihren 9. Geburtstag erleben konnte und eingeschläfert werden musste. Sie hatte noch so viel Lebenswillen, aber ihre Beine konnten sie nicht mehr tragen und ihr Körper konnte nicht mehr. Ich bin sehr traurig, dass ich nicht mehr für sie tun konnte, als sie gehen zu lassen. Maria (sie hieß früher Maíra) war eine ganz besondere Kuh. Ihr Aussehen und ihre Ausstrahlung haben sie damals gerettet, ich konnte sie nicht zurücklassen, sie wäre geschlachtet worden und ich konnte mir nicht vorstellen, dass es sie nicht mehr geben würde. Dabei kannte ich sie kaum und bis heute waren wir mehr wie Fremde als alles andere. Aber ich habe sie immer verehrt und geschätzt, dass ich sie meine Kuh nennen durfte, wobei sie natürlich nie wirklich mir gehört hat, sie war immer frei und unabhängig. Wie ein scheues Reh schwebte sie über die Wiese, niemand konnte sich nähern. Nach einigen Jahren fing sie an, gelegentlich aus der Hand zu essen. Das war aber alles. Es gibt Rinder, die die Nähe zum Menschen absolut nicht brauchen und die von der Unabhängigkeit leben. Maria war so eine Kuh. Das habe ich immer respektiert und deshalb habe ich nie die Zeit mit ihr gehabt, die ich gerne gehabt hätte. Aber das heißt nicht, dass wir nicht verbunden waren. Ich glaube, wir waren das auf eine besondere Art und Weise. Denn auch, wenn wir uns bei jeder Begegnung fast fremd waren, habe ich sie immer in meinem Herzen getragen und oft an sie gedacht und das werde ich weiterhin tun. Trotz der ständigen Distanz fiel mir der Abschied und Verlust schwer. Vor allem aber die Entscheidung, sie einzuschläfern, also ihr das Leben zu nehmen, obwohl sie nicht gehen wollte. Es wäre nur Quälerei gewesen. Es tut mir so unendlich leid. Die Medizin ist nicht weit genug, um sogenannten "Nutztieren" wie Maria zu helfen. Unter anderen Umständen hätte sie diese Verletzung überwunden.

Ich war ihr zu keinen Zeitpunkt ihres Lebens so nah, wie zudem, als sie starb. Ich durfte sie ein erstes und letztes Mal berühren und ihre besondere Energie ein letztes Mal spüren. Als die Tierärztin sagte, sie hätte es geschafft, habe ich mich auf sie gelegt, ihr Fell hat meine Tränen getrocknet. 
In dem Moment, in dem Maria starb, wurde unten im Stall ein Kälbchen geboren.
Wunder geschehen, das Leben geht weiter. Mir gibt das Hoffnung.

Flieg Maria, flieg.

Frühling, wo bleibst du?!

15.04.2024

Heut sind Noni, Lina und Jaro wieder umgezogen und sind jetzt auf ihrer Flühjahrswiese. Darüber sind sie sehr froh, doch die Fahrt war diesmal irgendwie stressiger als sonst für sie. Das Aufladen ist für sie kein Problem mehr, sofern ich dabei bin. Wir haben sie mitten in einem Unwetter verladen und auch auf der Fahrt war es sehr stürmisch. Der Frühling lässt ganz schön auf sich warten, aber wir haben den Umzug jetzt trotzdem schon gemacht, in der Hoffnung, dass es bald beständiger wird.
Auf den Sommerwiesen haben die Drei viel mehr Platz und leben sehr natürlich, deshalb ziehen sie nach dem Winter immer wieder dahin zurück. Wir fühlen uns dort sehr wohl.
Das wird voraussichtlich der letzte Sommer mit Jaro, weil er im Herbst zu seiner Besitzerin ziehen soll. Wir genießen dieses Jahr die Zeit also nochmal umso mehr mit ihm <3

Wintereinbruch

01.12.2023

Sobald der Winter da ist und auf den Wiesen nichts mehr wächst, ziehen Noni, Lina und Jaro zu mir ans Haus in den Offenstall. Dort leben sie über die Wintermonate mit meiner anderen Herde ("Hofherde") zusammen. Heute war es wieder so weit und wir haben sie verladen und hergebracht. Jedes Jahr wird es besser und stressfreier und ich bin sehr stolz auf meine kleine Herde, dass sie diese Veränderungen und Abenteuer so gut mitmachen und dass ich mich immer auf sie verlassen kann.

Wir brauchen helfende Hände!

Update 15.11.23: Aktuell sind wir ziemlich gut aufgestellt und ich kann die Arbeit gut bewältigen. Einige liebe Menschen haben sich gemeldet, um mich zu unterstützen und dafür bin ich sehr dankbar!!

Der Winter steht vor der Tür und damit viel Arbeit, die ich alleine nicht bewältigen kann. Ich habe es in den letzten Jahren versucht, aber musste immer wieder feststellen, dass es zu viel für mich allein ist. Daher suche ich Menschen, die ab und an zu uns auf den Hof kommen möchten, um ein wenig mitzuhelfen. Dazu würde das Einstreuen der Ställe sowie das Anrühren von Futter gehören. Es sind eigentlich nur „Kleinigkeiten“, die aber zur großen Belastung werden können, wenn man sie jeden Tag erledigen muss. Natürlich kannst du auch so Zeit mit der Herde verbringen, sie kuscheln und striegeln. Kannst du dir vorstellen, regelmäßig zu uns zu kommen und mir unter die Arme zu greifen? Ich bin für jede Unterstützung sehr dankbar.

Wunder geschehen... meistens unerwartet

19.07.2023

Anningan *18.07.2023 🌙
Mit dem Neumond hat Alva gestern ihren Sohn Anningan geboren. Ein kleiner schwarzer Bulle, der unbedingt den Weg ins Leben finden wollte. 
Alva ist eine wundervolle Mutter. Mit dieser Überraschung hat sie uns das schönste Geschenk gemacht.
Wir lieben ihn. Anningan 🌘 Unser kleines Wunder 💫

Ich wusste schon vor vielen Jahren, dass es irgendwann diesen schwarzen Bullen namens Anningan in meinem Leben geben wird. Da ist er nun und ich bin unendlich glücklich darüber, wie das Schicksal uns mal wieder geführt und bereichert hat 💫

Ich züchte nicht, das ist klar, denn im Tierschutz steht das eigentlich an oberster Stelle: Dass (meistens) die männlichen Tiere kastriert werden, damit es keinen Nachwuchs gibt, denn es gibt schon genügend Tiere in Not. Die freien Plätze (wenn es überhaupt welche gibt) sollen für Tiere in Not frei bleiben. So auch bei mir. Trotzdem wurde vor zwei Tagen ein Kälbchen geboren.
Aus Versehen sozusagen. 

So ganz unerwartet kam er vielleicht doch nicht, denn ich kenne meine Tiere und natürlich habe ich Alva angesehen, dass sie sich verändert. Vor ungefähr drei Monaten stand ich neben ihr und wunderte mich, dass ihr Euter minimal gewachsen war. Es hätte einige Ursachen haben können, aber ich habe gespürt, dass ein Kalb der Grund ist. Ich wusste es die ganze Zeit, aber ich habe meinem Gefühl nicht vertraut. Ich habe bis zuletzt daran gezweifelt. Denn ich hatte schonmal eine scheinträchtige Kuh… Aber es war eigentlich - vor allem zum Schluss - offensichtlich. Und ich wollte mich überraschen lassen, also habe ich es nicht überprüft, denn Alvi ging es sehr gut.
Am Tag der Geburt habe ich aber überhaupt gar nicht damit gerechnet. Ich dachte noch, dass sie so brüllen und herumspringen, läge daran, das sie einen Kadaver gefunden haben, dann machen sie das auch 😅 
An allen Tagen habe ich damit gerechnet, nur nicht an Anningans Geburtstag 😅

Mir war direkt klar, dass es FUEGO war. Vor 9 Monaten habe ich ihn kastrieren lassen, da war er schon 1 Jahr alt. Aber da er ein Minirind ist, konnte er nicht an die Kühe herankommen. Dachte ich. Ich habe es wirklich für unmöglich gehalten.
Seinen ersten Kastrationstermin im April hatte ich noch abgesagt, weil er ganz neu bei uns war und ich wollte ihn erstmal ankommen lassen und ihm die Chance geben, seinen Charakter richtig auszubilden. Er war auch noch nicht zeugungsfähig zu dem Zeitpunkt. Ich habe mich gefreut, so lange warten zu können. Eine zu frühe Kastration ist aus diversen Gründen nicht unbedingt das Beste. Ich habe zu lange gewartet. Etwas das nicht passieren darf. Ich weiß. Aber ich mache mir keine Vorwürfe, weil ich weiß, dass es so sein sollte. Anningan sollte zu uns kommen. Ich lerne jeden Tag dazu und es wird uns wohl nicht wieder passieren. Ich habe ja auch wirklich schon genug Rinder.

Von Freude und Schmerz

16.07.2023

Meine Rinder sind bisher größtenteils immer gesund gewesen. Wir hatten immer Glück und es waren nur Kleinigkeiten, die behandelt werden konnten. Nun hat sich meine Kuh Fiene vor drei Wochen schwer verletzt und kann nur schwer laufen. Es waren drei Tierärzte bei ihr, um herauszufinden, was sie hat, doch keiner konnte es uns genau sagen. Anfangs hatte Fiene sehr starke Schmerzen, deshalb haben wir sie hochdosiert mit Kortison, Vitamin B und Schmerzmitteln behandelt. Es wurde etwas besser, aber der Schaden ist geblieben und wir wissen nicht, wie sich ihr Gangbild entwickeln wird. Deshalb steht im Raum, sie in die Tierklinik zu bringen. Fiene ist 9 Jahre alt und seit 9 Jahren kennen wir uns auch. Ich liebe sie so sehr. Schon mehrmals hätte ich sie fast verloren und mit jedem Mal ist sie mir mehr ans Herz gewachsen. 
Sie wurde auf dem Hof meines Opas geboren. Ihre Mutter Klara hatte in dem Alter vermutlich die gleiche Verletzung. Nach vielen Jahren mit Schmerzen und Bewegungseinschränkungen konnte sie nicht mehr laufen. Um Fiene eine bessere Chance zu geben, setze ich alles daran, ihr zu helfen und herauszufinden, was sie hat. Bitte unterstützt mich, das zu finanzieren!


Update 06.08.2023:

Fiene ist wieder bei der Herde. Sie läuft schon etwas besser und separiert sich nicht mehr so stark von der Herde, sondern sucht den Anschluss und möchte nicht mehr alleine sein. Deshalb haben wir sie wieder zu den anderen Rindern gelassen, was ihr gut zu tun scheint. Ich habe mich aus verschiedenen Gründen gegen einen Aufenthalt in der Tierklinik entschieden. Wir behalten ihren Zustand im Auge und werden es demnächst noch einmal von einem Tierarzt beurteilen lassen.


Wundervolle Momente mit meiner Kuhfamilie

20.05.2023

Davon möchte ich heute erzählen. Ich konnte es nicht filmen, aber möchte es trotzdem in die Welt tragen, weil es so besonders war.

Ich war grade dabei, Gras auf der Winterweide zu sähen, als die Herde um Elfi langsam zum Zaun kam. Sie waren auf unserer „Schön-Wetter-Wiese“.
Alva stand einfach da und sah mich lange an, während Elfrieda ihren Sohn Fuego putzte. Sie hat ihn adoptiert, als er vor einem Jahr zu uns kam. Sie leckte ihn so liebevoll im Gesicht und am Hals ab. Emilio stand daneben. Irgendwann ging er ein Stück weg und legte sich hin. Ich setzte mich vor den Zaun, um sie zu beobachten.
Elfi putze Fuego weiter und sobald sie kurz aufhörte, kam er ganz nah an sie heran und stupste sie vorsichtig an, damit sie weitermachte.
Ich sagte zu Elfi, dass sie eine so wundervolle Mama ist und sie ging auf einmal direkt zu ihrem Sohn Emilio und leckte ihn ab. Fuego war ihm wohl etwas zu aufdringlich, denn der war direkt neben seiner Mutter hergelaufen und hatte sich neben seinen Bruder gestellt und gewartet, dass sie weitermachte.
Emilio stand auf.
Alva hatte sich bereits hingelegt und Fridolin stand bei ihr und putze sie. Dann legte er sich an sie. Elfrieda legte sich ein Stück entfernt auch hin. Dann begann Fuego seine Mutter zu putzen. Nur kurz, dann legte er sich neben sie, ganz nah an sie. Elfi sah die ganze Zeit so zufrieden aus. Sie geht in der Mutterrolle wirklich auf, von Anfang an. Man kann ihr die Liebe ansehen, die sie für ihre Kinder hat.
Auch Elodie legte sich hin, nah bei Alva und Frido.
Nayeli kam und ärgerte Elfi, indem sie sie leicht gegen die Hüfte boxte. Elfi stand auf und verscheuchte sie. Nana ging wieder essen und legte sich dann auch ins Gras.
Elfi legte sich wieder zu Fuego.
Ich sang der Herde ein Lied.

Alles war so friedlich und ich konnte einfach fühlen, wie glücklich sie alle sind.
Diese wenigen Momente beschreiben das Leben der kleinen Familie perfekt. Sie lieben sich, brauchen einander und fühlen sich geborgen. Sie ärgern sich auch mal und die Jungtiere testen ihre Grenzen. Sie orientieren sich 
 an den zwei Älteren. Fuego orientiert sich an niemandem außer seiner Mama. Ansonsten ist er hier der Chef und man sieht es ihm nicht an, aber er braucht seine Mama emotional so sehr.


Ich bin einfach unglaublich dankbar, dass ich ihnen das ermöglichen kann und dass mich Menschen dabei unterstützen.
Es ist ein Geschenk und mein persönlicher Hoffnungsschimmer.
Auch wenn ich manchmal denke, ich könnte das nicht weitermachen, es ist zu viel Arbeit und zu teuer… in solchen Momenten weiß ich wieder, wieso und dass ich mich weiter bemühen werde, das Projekt aufrechtzuerhalten.

Wieder zu Hause!

28.04.2023

Meine Rinder Noni, Lina und Jaro sind wieder in ihr Frühlingsparadies gezogen. Sie sind nur im Winter bei mir auf dem Hof, weil sie dann Heu benötigen, dass ich ihnen schlecht zur Wiese bringen kann. Im Winter fällt mehr Arbeit an. Sie bei mir auf dem Hof zu haben, erleichtert die Arbeit.
Von Frühjahr bis Herbst leben sie am Waldrand auf großen Weiden und leben möglichst nur von dem, was wächst. Wir haben es schon vermisst über den Winter. Es ist unser zu Hause. Wir sind jetzt das 4. Jahr in Folge dort und lieben es einfach. Über den Sommer ziehen die Drei immer wieder auf neue Wiesen. Somit kann ich ihnen eine ziemlich naturnahe Lebensweise ermöglichen, denn Rinder wandern von Natur aus umher und bleiben niemals lange an einem Ort. Natürlich ziehen sie bei mir nicht allzu oft um. Ich kann aber bei jedem Umzug auf eine andere Wiese merken, wie gut es ihnen tut und wie sehr sie es mögen, an neue Ort zu kommen. Sie sind immer sehr gelassen und fühlen sich direkt zu Hause. 
Zu dritt sind sie entspannter als in der großen Herde. Auch den anderen sieben Rindern, die im Winter mit ihnen zusammen sind, kann ich anmerken, dass sie nun weniger Stress haben. Sie gehen Freundschaftsbeziehungen ein, wenn sie zusammenleben, aber es ist anders als mit denen, die immer bei ihnen sind. 
Sie vermissen sich nicht großartig, wenn ich sie im Frühjahr wieder trenne und das ist eine große Erleichterung, denn ich möchte natürlich keine Freunde auseinanderreißen. Die Herdedynamik ist auch eine ganz andere. Sie verhalten sich wie zwei Herden und haben unterschiedliche Rythmen. Das liegt zum einen daran, dass sie sonst getrennt leben und zum anderen daran, dass es unterschiedliche Rassen sind. Auch die Rasse beeinflusst ihr Temperament und ihre Bedürfnisse. Während Noni, Lina und Jaro (auf Fleisch gezüchtete Rassen) sehr gelassen sind und gleichzeitig sehr viel Platz und Abwechslung brauchen, geben sich Elfrieda und Co. (auf Milch gezüchtete Rassen - mit Ausnahme von Fuego) mit weniger Platz zufrieden und brauchen mehr Routinen. 
Im Moment ist das also eine gute Lösung für und alle, denn auch der Transport klappt immer wunderbar und wird immer stressfreier.

Endlich Frühling!

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10.04.2023

Mit dem sonnigen Wetter und dem Frühling wächst das Gras endlich wieder und die Kühe konnten heute zum ersten Mal auf unsere neue Wiese, die wir vor kurzem eingezäunt haben. Das ist sozusagen eine Schön-Wetter-Wiese, auf die ich sie bei trockendem Wetter lasse, damit der Boden und die Grasnarbe heile bleiben, was bei Nässe nicht der Fall wäre. Wer uns kennt, weiß, dass bei uns mit dem Frühjahr nicht die Weidesaison beginnt, denn die Rinder sind das ganze Jahr über auf einer Weide. Aber dennoch genießen sie natürlich das frische Gras und die große neue Wiese. Voller Freude sind sie herumgerannt und haben die Weide gemeinsam erkundet. Mittags lagen sie alle glücklich im Gras. Diese fröhliche Stimmung könnt ihr im Video oben sehen:)

Uns tut das warme Wetter richtig gut. Die Nässe und Kälte stören sie zwar nicht so sehr, aber auf Dauer ist es nicht schön. Zumal es im Winter für mich immer sehr viel Arbeit ist. Diesen Winter kam ich damit nicht hinterher und bin nun froh, dass der Stress nachlässt. Jetzt können wir uns alle erholen und die Sonne genießen!

Die Pacht der neuen Wiese ist natürlich nicht umsonst. Daher bin ich dankbar für Unterstützung in Form von Patenschaften oder Einmalspenden.


10.04.2023

Mit dem sonnigen Wetter und dem Frühling wächst das Gras endlich wieder und die Kühe konnten heute zum ersten Mal auf unsere neue Wiese, die wir vor kurzem eingezäunt haben. Das ist sozusagen eine Schön-Wetter-Wiese, auf die ich sie bei trockendem Wetter lasse, damit der Boden und die Grasnarbe heile bleiben, was bei Nässe nicht der Fall wäre. Wer uns kennt, weiß, dass bei uns mit dem Frühjahr nicht die Weidesaison beginnt, denn die Rinder sind das ganze Jahr über auf einer Weide. Aber dennoch genießen sie natürlich das frische Gras und die große neue Wiese. Voller Freude sind sie herumgerannt und haben die Weide gemeinsam erkundet. Mittags lagen sie alle glücklich im Gras. 

Uns tut das warme Wetter richtig gut. Die Nässe und Kälte stören sie zwar nicht so sehr, aber auf Dauer ist es nicht schön. Zumal es im Winter für mich immer sehr viel Arbeit ist. Diesen Winter kam ich damit nicht hinterher und bin nun froh, dass der Stress nachlässt. Jetzt können wir uns alle erholen und die Sonne genießen!

Die Pacht der neuen Wiese ist natürlich nicht umsonst. Daher bin ich dankbar für Unterstützung in Form von Patenschaften oder Einmalspenden.


Emilio und Jaro

Noni und ich bei der Mittagsruhe

Jaro und Elfrieda im Hintergrund

Nayeli. Siehst du das Herz auf ihrem Fell?

Lina und ich

Alva und Fridolin

Elodie und Lina

von links nach rechts: Fuego, Emilio, Alva und Fridolin

Update 07.01.2023

Nun ist die erste Woche des neuen Jahres schon wieder rum. Ich wünsche dir von Herzen ein gesegnetes und fröhlichen neues Jahr!
Was wünschst du dir für dieses neue Jahr? In welche Richtung möchtest du dich weiterentwickeln? Hast du Ziele?

Mein Wunsch für dieses Jahr:
Ich möchte ankommen. Auf dieses Hof mit meinen Tieren, aber auch bei mir. Das letzte Jahr war wunderschön, aber auch sehr schwer. Ich habe Wege für mich gefunden, wie es mir gut gehen kann. Dazu gehört unter anderem, weniger Arbeit bei den Rindern. ich habe es immer geliebt, aber zur Zeit schaffe ich es (v. a. körperlich) nicht. Ich habe andere Interessen entwickelt und zusätzlich bin ich im letzten Jahr meiner Erzieherinnenausbildung und ziemlich ausgelastet. Im letzten Jahr durfte ich sehr viel über mich lernen und in diesem neuen Jahr möchte ich in dieser Hinsicht noch mehr bei mir ankommen. Die Ruhe ist wichtig für mich, aber trotzdem möchte ich gerne wieder einige kleine Projekte im Bezug auf die Rinder umsetzen und natürlich viele wunderschöne Momente mit ihnen erleben. Ich freue mich auf diese Zeit. Danke, dass du dabei bist!

Was in den letzten Wochen passiert ist:

Meine Rinder Noni, Lina und Jaro sind am 11.12.22 wieder zu mir auf den Hof gekommen, da sie immer im Winter hier leben. Das Verladen hat so gut und stressfrei geklappt wie noch nie. Diese Weidesaison war recht lang, worüber ich sehr froh bin. Im Frühjahr geht es für sie wieder raus auf die großen Wiesen. Im Winter leben alle meine Rinder in meinem Offenstall. Sie haben Zugang zur Wiese und neben den offenen Ställen Heuraufen.

Außerdem haben wir ein wenig umgebaut, um die Arbeit etwas leichter zu machen. Im Frühjahr werden wir die Wiese erweitern und dafür einen neuen Zaun bauen, da ich nun mehr Weideland pachte.

Schon 1 Jahr!

Heute, am 20.11.22 ist es ein Jahr her, dass meine 6 Rinder und ich gemeinsam auf einen kleinen Hof gezogen sind, womit ich mir ein großes Stück meines Traums erfüllen konnte. In diesem einen Jahr ist so unfassbar viel passiert und ich habe eine Menge gelernt. Die Menschen auf dem Hof sind ein Stück weit zu meiner Familie geworden. Auch wenn es nicht immer leicht ist und oft viel Arbeit, bin ich dankbar, dass ich meine Rinder bei mir habe. 
Elfrieda, Elodie, Emilio, Alva, Nayeli, Fridolin und Fuego, der im März noch dazugekommen ist. Sie sind auch ein Teil dieser besonderen Familie.
Und auch wenn der Weg noch ganz andere Richtungen einschlagen wird: Für den Moment ist alle gut und richtig, so wie es ist und wir genießen dieses wundervolle Geschenk.
Wenn du auf das Foto klickst, kommst du zum Video über unseren Umzug.

Was du liebst, lass frei

11.08.2022

Oh wow. Das ist ein intensiver Prozess, eine große Entscheidung. Gestern sind Noni, Lina und Jaro ohne Elisa auf eine andere Weide umgezogen.
Wie ihr vielleicht wisst, sind die Vier im Mai zu einer neuen Kuh gezogen - Mona 🌸
Der Plan war, sie wegen des Todes ihres Freundes im Mai bei uns dauerhaft aufzunehmen und sie auch im Winter mit nach Hause zu nehmen. Monas Besitzerin und ich haben festgestellt, dass es nicht zu 100% für uns passt und dass es für die alte Mona besser ist, an dem Ort zu bleiben, an dem sie ihr ganzes Leben war. Mit meiner Herde müsste sie mehrmals im Jahr umziehen.
Eines Abends, bevor wir das entschieden hatten, wurde mir plötzlich ganz klar: Elisa sollte bei Mona bleiben. Elisa hat noch nie wirklich zu uns gepasst und hat auch nach 2 Jahren ihren Platz in der Herde noch nicht gefunden. Lina verstößt sie und wir finden nicht zusammen. Letztes Jahr habe ich deshalb sogar überlegt, sie abzugeben. Elisa hat sich aber gewünscht, meine Kuh zu bleiben. Es hat sich auch nicht richtig angefühlt, sie einfach abzugeben, auch wenn das neue Zuhause super gewesen wäre.
Mit Mona versteht sie sich wunderbar. Sie sind gute Freundinnen geworden. Die 10 Jahre Altersunterschied merkt man kaum.
Elisa liegt mir nach wie vor sehr am Herzen. Ich habe sie aus einem dunklen Loch geholt, sie war ein Häufchen Elend. Sie hat sich toll entwickelt und ist einfach so eine wunderbare selbstbewusste kleine Kuh.
Ich habe vor einem Dreiviertel Jahr einen Menschen für sie gesucht, der sich mit ihr beschäftigt, der vielleicht genau der Mensch ist, der zu ihr passt. Denn dieser Mensch bin ich nicht. Jenny hat zu uns gefunden. Die Zwei sind ein tolles Team und haben zusammen schon viel erreicht.
Jenny wird sich zusammen mit Monas Besitzerin um Mona und Elisa kümmern. Elisa und Mona passen so gut zusammen. Damit habe ich nicht gerechnet. Sie waren in den letzten Wochen immer zu zweit unterwegs. Im
Winter werden sie in Monas Offenstall leben. Für Elisa freut es mich, dass sie endlich eine Freundin hat. Sie war die ganze Zeit über wie fehl am Platz. Vielleicht kann sie jetzt endlich ankommen. 
Es ist eine Erleichterung für uns. Aber es macht mich natürlich auch traurig. Elisa bleibt weiterhin meine Kuh und ich werde sie regelmäßig besuchen.
Unser gemeinsamer Weg ist hier noch nicht zu Ende. Wer weiß, was in ein paar Jahren ist, denn Mona ist schon 16 Jahre alt.
Es passiert so viel, alles ist im Wandel und das ist gut so. Ich bin unheimlich dankbar für diese ganzen Erfahrungen und dass ich gelernt habe, dem Leben, meinen Tieren und mir so zu vertrauen, dass ich solche Entscheidungen treffen kann.

Was du liebst, lass frei.

Elisa, du besondere Kuh ❤️

MONA 🌸

19.05.2021

Ich möchte euch gerne berichten von einem besonderen Ereignis, das sich letzte Woche zugetragen hat und wie es uns zu Mona geführt hat.

Seit Sommer 2019 pachte ich Weiden von einem Bauern. Im gleichen Tal pachtet schon seit 20 Jahren eine Frau bei dem selben Bauern Wiesen für ihre kleine Herde. Fast alle sind Tiere, die sie von Anfang an hatte und die nichts leisten mussten.
Ich lernte Walli damals flüchtig kennen. Kurze Zeit später suchte ich einen Platz für meine Kuh Edda, die ich damals retten wollte. Edda konnte nicht zu Mona. Aber eine Bedeutung hatte es trotzdem für uns. Edda trug noch keinen Namen und ich wollte sie Mona nennen. Da es aber schon eine Mona gab, entschied ich mich um. Ich fühlte insgeheim, dass Mona noch eine Bedeutung für uns haben würde. 
Also nannte ich Edda nicht Mona. Ich wusste aber danach immer, dass es für mich einmal eine Kuh namens Mona geben würde!

Mona und Max waren Wallis letzten Rinder. Sie sind beide 16 Jahre alt und ein Leben lang zusammen.
Max ist am 11. Mai verstorben und so war Mona alleine. Der Plan war immer, dass Mona dann mit eingeschläfert wird.
Als sie mir davon schrieb, war meine erste Reaktion: Mona kann zu mir! Und das schrieb ich ihr auch.

Walli brachte es nicht übers Herz, Mona einzuschläfern. 
Kurz darauf entschieden wir gemeinsam mit dem Bauern, dass es das Beste wäre, meine Herde zu Mona zu bringen, da Mona ja noch nie spazieren war, aber meine Herde das kennt.
Ich organisierte einen Umzug und hatte dafür viel Hilfe von Freunden. Ein Filmteam war sogar auch dabei.
Wir mussten zuerst über eine Straße laufen, was etwas heikel war, da Elisa nicht halfterführig ist. Durch ein gutes Management (jede Kuh, außer Elisa, am Strick und vorne und hinten mehrere Menschen, die den Trupp zusammenhalten, war es überhaupt kein Problem, zum Wald gekommen. Ich wusste das auch vorher, sonst hätte ich es nicht gewagt. Ich kenne meine Tiere mittlerweile so gut, dass ich weiß, wie sie mit solchen Situationen umgehen. Elisa blieb sie ganze Zeit bei ihrer Herde, war aber sehr aufgeregt.
Jaro, der erst seit kurzem halfterführig ist, blieb die gesamte Zeit an meiner Seite und hörte wie eine 1.
Im Wald waren alle frei und es war ein wunderschöner Spaziergang.
Da Mona ihren toten Freund nicht verlassen wollte, führten wir sie erst am Dienstag zusammen. Bzw. sie führten sich selbst zusammen, denn als ich von der Arbeit kam, stand Mona schon in meiner Herde. Sie war durch den Zaun gelaufen, nachdem Max abgeholt worden war.
Sie sind sehr friedlich zusammen. Mona passt sehr gut zu uns. Mit ihren 16 Jahren bringt sie eine gewisse Ruhe und weise Kraft hinein. Die jungen (vor allem Lina) können viel von ihr lernen.

Ich bin gespannt, wo es mit Mona noch hingeht. Ich mag sie sehr und sie hat uns an einen traumhaften Ort geführt. Ein Ort, an dem ich schon immer mit meinen Rindern sein wollte.
Mona wird fester Bestandteil der Herde sein, wenn alles klappt. Sie zieht dann natürlich auch mit uns in die Winterunterkunft.

Ich bin gespannt, was ich mit und von ihr lernen kann und ob wir es schaffen, zusammenzuarbeiten.

Es fällt mir nicht leicht, ein neues Tier und neue Menschen in meine Herde zu lassen.
Aber hierbei habe ich ein sehr gutes Gefühl.
Mona 🌗

30.04.2021

In den letzten zwei Wochen hatte ich zwei Mal die Chance, einen Vortrag auf einer Veranstaltung in Münster zu halten. Etwas, was ich mir lange gewünscht und worauf ich lange hingearbeitet habe. Als ich die Einladung bekam, war ich erstmal etwas überfordert, weil ich nicht wusste, wo ich anfangen sollte. Der Titel stand schon. Ich hatte ihn mir gemeinsam mit dem Veranstalter Thomas Nufer überlegt:
WIE MICH DIE RINDER BEFREIT HABEN

Als ich anfing, zu schreiben, sprudelte es nur so aus mir heraus. Viele Seiten habe ich geschrieben und währenddessen mich und die Rinder noch einmal neu kennengelernt.

Mein erster Vortrag war nicht gut besucht, aber es war trotzdem wundervoll und für mich eine tolle Möglichkeit. Ich wusste danach, dass ich diesen Vortrag noch oft halten möchte.
Gestern wurde ich ins Programm der Veranstaltung noch mit eingeschoben. Die Leute wussten nicht, was sie erwartet. Sie kamen eigentlich, um Musik der Band „Die Zwillinge“ zu hören, die meinen Vortrag wunderschön eingebettet haben. Ich habe  hinterher erfahren, dass ich sie sehr inspirieren konnte. Es war eine wunderbare Erfahrung. Es spiegelte, was ich im Vortrag sagte. Und die Menschen waren so herzlich und so gerührt ❤️
Tränen sind geflossen und das Beste:
Ein Umdenken hat stattgefunden. Eine Frau sagte hinterher zu mir, sie hätte beschlossen, nun gänzlich auf Fleisch zu verzichten!
Ich habe mein Ziel erreicht. Es war nicht nur ein Vortrag. Es war eine Möglichkeit für mich, zu wachsen und zu zeigen, woran ich in den letzten Jahren gearbeitet habe. Nämlich an mir. Ich habe aufgearbeitet, was aufgearbeitet werden musste. Ich habe Wut und Frust größtenteils abgelegt. Ich habe mich von Bewertungen frei gemacht. Ich habe mich befreit. Von all den Zwängen und der Norm, den Worten und Taten anderer.
Noni und Lina und meine anderen Rinder haben dabei eine unheimlich große Rolle gespielt. Jeden Tag aufs Neue stärken sie mich.
Ich habe immer gesagt, ohne sie wäre ich niemand.
Aber nein. Sie haben mich bestärkt, meinen eigenen Weg zu gehen. 

Ich weiß, dass ich diesen Vortrag noch an vielen Orten halten werde. Ich kann etwas bewirken. Wir alle können das!

📷: Yana Wernike

Wieder Zuhause

24.04.2022

Heute sind Noni, Lina, Elisa und Jaro endlich auf ihre Frühlings- und Sommerwiese gezogen. Im Winter leben sie bei mir und meiner anderen Herde am Haus im Offenstall. Aber auf Dauer ist es zu klein und deshalb, und, weil ich möchte, dass sie auf natürliche Weise leben können, ziehen sie im Frühjahr immer auf große Weiden, wo sie bis zum Ende des Herbstes bleiben. Diese Wiesen sind schon unser Zuhause, es ist jetzt das 4. Jahr in Folge auf diesen wunderbaren Weiden und wir konnten es kaum erwarten, wieder zurückzukommen. Eigentlich wollte ich sie schon Ende März dorthin bringen, aber das hatte nicht geklappt.
Das Verladen in den Transporter hat recht gut funktioniert. Da ich alle außer Elisa anbinden kann, war das Einsperren in den Stall auch kein Problem und trotz des Anbindens stressfrei. Denn wenn sie frei zu viert im Stall stehen  würden, würden sie sich tatsächlich erdrücken und vielleicht erstechen. Das machen sie nur in stressigen Situationen auf engem Raum. Im Anhänger hilft das Motorengeräusch und die Vibration, sie zu beruhigen. Die Vier waren ziemlich erschöpft, als sie ankamen, aber scheinen sehr froh über die Rückkehr zu sein und ich bin es auch.
Sie standen über den Winter mit Elfrieda und Co. zusammen, was sehr gut geklappt hat und allen gut getan hat, aber sie haben sich trotzdem die ganze Zeit wie zwei Herden verhalten und haben sich nicht aneinander gebunden. Sie haben in unterschiedlichen Rhythmen gelebt und kamen auch problemlos damit zurecht, wenn Noni mit seinen Freunden auf die gegenüberliegende Wiese gehen durfte und Elfrieda und ihre Familie nicht mitkommen konnten. Sie waren zwar befreundet, aber nicht aneinander gebunden, was es mir und auch meinem Gewissen erleichtert, sie wieder zu trennen. Denn wirkliche Familienverbände trenne ich nicht.
Nun freue ich mich auf die Sommermonate mit meinen wundervollen Kühen. Sowohl in der wilden Natur, als auch auf der Wiese hinterm Haus.

Noni

Jaro

Lina

 🔥 FUEGO 🔥 


18.03.22
Meiner Intuition zu folgen, ist mir nicht immer leicht gefallen, aber sie hat mich immer sicher geführt und mittlerweile vertraue ich auf sie. So bin ich z. B. meiner Eingebung nachgegangen, dass bald ein weiteres Tier zu mir finden wird, bzw. ich zu ihm, obwohl ich ja schon die Verantwortung für 13 Rinder trug, wovon 10 mir selbst gehören.
Ich sah eine Verkaufsanzeige von einem Hochlandrind, das mich irgendwie in seinen Bann zog...
Aber egal, wie ich mich darum bemühte, es funktionierte nicht, ich konnte ihn nicht kaufen. Also versuchte ich nichts weiter und machte mich auch nicht weiter auf die Suche. Ich erzwinge die Dinge nicht.
Irgendwie bin ich dann während einer Studienfahrt aber auf eine Anzeige von einem kleinen Dexter-Bullen gestoßen, der eine sehr außergewöhnliche Farbe hat. Seine Ausstrahlung spürte ich direkt. Ich wusste, dieses Tier, hat eine krasse Energie. Und ich spürte auch, dass dieses Tier zu uns gehören könnte.
Nach einiger Überdenkzeit am Lagerfeuer, entschied mein Herz und ich kaufte ihn am nächsten Morgen. Als ich aus dem Reisebus stieg, war mir klar: Er heißt Fuego. Spanisch für Feuer.
Ich hatte ihn zu dem Zeitpunkt nicht kennengelernt und der Besitzer hatte mir nichts über seinen Charakter erzählt. Er sagte nur, er sei ruhig und umgänglich.
Als ich ihn zwei Tage später, am 13.03.22 mit der Hilfe von Conny Böttger vom "Tierparadies Muhrielle" abholen wollte, erkannte ich ihn erst gar nicht und er hing so sehr an seiner Herde. Ich zweifelte an meiner Entscheidung. Aber dann sah ich ihn für einen ganz kurzen Augenblick in der Sonne stehen und mir war es wieder ganz klar. Dieses Tier und ich gehören zusammen.
Der Transport verlief reibungslos, wie wohl noch kein anderer.
Und zu Hause bestätigte sich mein Gefühl. Er ist ein feuriges kleines Kerlchen! Sehr selbstbewusst und draufgängerisch! Ich bin so gespannt, wo die Reise mit ihm hingehen wird.
Schon seit vielen Jahren wünschte ich mir, ein Dexter-Minirind zu retten und aufzunehmen. Jetzt ist dieser Wunsch endlich in Erfüllung gegangen.
Fuego spiegelt den aufregenden Part meines Lebens, der mit den verrückten Entscheidungen. Ich bereue es dennoch nicht, obwohl der Zeitpunkt wohl ziemlich ungünstig war :D

 31.12.2021

Wenn ich die letzten Monate mit einem Wort beschreiben müsste, dann wäre es wahrscheinlich "ÜBERWÄLTIGEND".
Es ist etwas passiert, womit ich überhaupt nicht gerechnet habe. Ich habe im Herbst beschlossen: Ich möchte nicht, dass es so weiter geht. Ich lebte in einer Einzimmerwohnung in der Stadt. Meine Rinder (drei Herden) waren alle weit von mir entfernt. Die einen 20 Minuten, die anderen eine Stunde und die dritte Herde sogar eineinhalb Stunden. Ich fühlte mich mit der Situation nicht mehr wohl. Ich dachte immer, bis zum Ende der Ausbildung 2023 muss es so noch gehen, aber das sind zwei Jahre meines Lebens. Nein, das wollte ich nicht mehr ertragen!
Ich machte mich auf die Suche nach einem Hof, auf dem ich mit meinen Tieren leben kann. Nach einigen Wochen, stellte sich heraus, dass die Winterunterkunft für meine Rinder Noni, Lina, Jaro und Elisa unser Zuhause werden würde. Noni und Co. sind trotzdem nur im Winter dort, aber Elodie, Elfrieda, Alva, Frido, Nayeli und Emilio und ich leben nun die nächsten Jahre auf diesem wunderschönen alten Bauernhof. Die Gegebenheiten sind nicht perfekt, es gibt nicht genügend Platz, sodass die eine Herde von Frühjahr bis Herbst wieder auf die Sommerwiesen zieht. Aber es erleichtert alles um so vieles!
Allerdings wurde es dadurch erstmal schwerer und nicht leichter. Ich habe so unfassbar viele Vorbereitungen treffen müssen, dass ich am Ende nicht mehr wusste, wo mir der Kopf steht. Ich selber bin umgezogen mit allem, was dazu gehört. Es wurden Zäune gezogen, Paddockplatten verlegt, ein Weidezelt aufgebaut und so vieles mehr. Nebenbei noch die Ausbildung... das war kaum schaffbar. Aber jetzt entspannt sich die Lage endlich. Ende November zogen Elodie und ihre Familie ein, einen Tag nach meinem Einzug. Eine Woche später kamen Noni, Lina, Jaro und Elisa. Die dritte Herde mit Billy, Maíra und Fiene bleibt in ihrem Zuhause, da es ihnen dort sehr gut geht und sie bestens versorgt werden.
Es war alles erstmal eine große Umstellung. Plötzlich versorge ich 10 Rinder gleichzeitig und das größtenteils alleine.
Aber es fühlt sich gleichzeitig so richtig an, als hätte es nicht anders kommen können. Und daran glaube ich ganz fest.

Danke an jeden einzelnen, der mich bei der Umsetzung dieses Projekts unterstützt hat und dies noch tut!
Und das ist erst der Anfang! 

Eddy auf neuen Wegen...

07.11.2021

„Bis unsere Wege sich trennen 
Bleibt uns nicht mehr viel Zeit 
Komm wir machen daraus eine kleine Ewigkeit 
Mit der Gewissheit, diese Seelen bleiben immer verwandt 
Egal, wie viele Meilen uns teilen, irgendwann.“

EDDY

Vom Abfallprodukt zum über alles geliebten Schmusebullen.

Eddy kam im März auf die Welt und schrie unerbittlich nach seiner Mama, weshalb ich auf ihn aufmerksam wurde.
Ich hatte Mitleid und suchte nach einem Besitzer für ihn. Tatsächlich fanden die liebe Alex und ich uns und schnell war klar, dass sie Eddy retten würde.
Ich kaufte ihn frei und sie übernahm ihn noch am selben Tag.
Seither ist viel passiert. Es ist eine Freundschaft entstanden und ich habe Eddy genauso lieb, wie meine eigenen Tiere. Ich habe ihn genauso mit aufgezogen und er gehörte einfach dazu.
Fast 9 Monate war er an meiner Seite.
Doch jetzt schlagen wir verschiedene Wege ein. Ich würde nicht sagen, dass es getrennte sind, denn es ist kein Abschied für immer. Aber Eddys Besitzerin hat den perfekten Platz für Eddy gefunden, der leider nicht bei mir und Alva und Fridolin und Nayeli ist. Die Gegebenheiten sind für Eddy und Alex perfekt.
Ich hatte die Hoffnung, dass wir die Vier niemals trennen und wir haben uns versprochen, es so lange wie möglich zu vermeiden.
Jetzt ist es schon so weit und Eddy bekommt einen Lebensplatz mit allem, was er braucht. Ein Ort mit Beständigkeit, das wünscht sich Alex für ihn und das kann ich ihm nicht versichern.
Daher geht unsere Reise ohne Eddylein weiter. Ich bin unendlich traurig darüber, denn Eddy ist mir total ans Herz gewachsen. Ich werde ihn sehr vermissen.
Ich weiß, dass Alex alles für ihn tun wird und deshalb vertraue ich darauf, dass das der beste Weg für Eddy ist.

Wenn ich etwas von Eddy gelernt habe, dann ist es, dass man auch auf sanfte Weise für etwas kämpfen kann. Diese Sanftheit, die er hat, ist berührend und seine Stärke beeindruckend 
Von den Totgeweihten auferstanden. Trauer, Krankheit und Bestimmung überwunden, um zu leben. Ein Leben voller Liebe und Freude. Das hat Eddy geschafft und ich bin dankbar, dass ich ihn dabei begleiten durfte.

Rosemarie bekommt eine neue Chance. Wer möchte uns unterstützen? 🥀

Rosemarie, ein Kalb mit halbseitiger Gesichtslähmung, das ich im Juli freigekauft habe, bekommt eine Chance auf einen Neustart.
Nachdem ich sie einem Milchviehbetrieb abgekauft habe und sie auf den Lebenshof kam, hat sie stark abgebaut. Was sie vermutlich so gut unterstützt hatte, war das Mastfutter...
Auf dem Lebenshof, bekam sie nur wenig Gras und Heu und etwas Kraftfutter. Das reicht ihrem Körper nicht. Sie braucht doppelt so energiehaltiges Futter, wie die anderen, da sie langsamer isst und auch einiges verliert. Sie kam immer gut zurecht. Aber jetzt grade stimmen die Gegebenheiten nicht. Deshalb soll sie auf den Lebensmuht-Hof, der darauf spezialisiert ist, behinderte Tiere zu pflegen. Sie wird dort eine allumfassende Behandlung bekommen, die ich finanzieren werde.
Ich würde mich sehr über Unterstützung freuen und hoffe sehr, dass Rosemarie so wieder richtig aufblühen kann.
Wir haben alle das Gefühl, dass der Lebensmuht-Hof der absolut richtige Ort für Rose ist.
Dort wird sie endlich bekommen, was sie benötigt. Was das alles ist, könnt ihr in der Spendenkampagne lesen.

Update, 31.10.2021:

Rosemarie ist am Sonntag in ihr Für-immer-Zuhause gezogen, den Lebensmuht-Hof. Ein Ort, an dem sie nun endlich die Pflege bekommt, die sie benötigt!
Sie hatte es in letzter Zeit mit ihrer Behinderung nicht leicht. Der Lebenshof, auf dem sie seit Mitte Juli war, konnte ihr leider nicht gerecht werden und so hat sie nun einen Platz auf dem Lebensmuht-Hof bekommen. Dort wird sie allumfassend therapiert und aufgepäppelt. Sie bekommt vier Mal täglich Kräuter und Kraftfutter, energetische Behandlungen, Layser- und ostheopathische Behandlungen, Akupunktur und vieles mehr.
Sie ist beim Verladen leider entwischt, hat sich verletzt, aber es geht ihr gut und sie ist trotzdem super angekommen und scheint sich schon gut aufgehoben zu fühlen. Sie ist den ganzen Tag nur am Essen, hat viel aufzuholen...
Ich bin sehr dankbar, dass Patricia und ihre Familie sich ihrer annehmen, sodass aus unserem verwelkten Röslein eine blühende Rose werden kann!
Rose benötigt noch Paten für ihr Leben auf dem Herzmuht-Hof. Danke für all eure Unterstützung!

Willkommen auf der Welt, Emilio!

Meine liebe Elfrieda, die ich vor kurzem aus einem Milchviehbetrieb geholt habe, hat endlich ihr Baby bekommen. Es ist ein kleines Bullenkälbchen, gesund und munter. 
EMILIO
Elfrieda passt gut auf ihn auf. Bald wird sie sicherlich verstehen, dass ihr niemand ihr Baby wegnehmen wird und dass sie sich keine Sorgen mehr machen muss. Ihr erstes Kalb wurde ihr entrissen. Sie war ständig mit anderen Kühen zusammen, denen man die Babys weggenommen hat, um die Kühe zu melken. Elfrieda darf jetzt lernen, dass ihr das nicht mehr passiert.

Emilio ist wirklich ein Geschenk des Himmels. Ich bin total fasziniert von ihm. Ich bin sehr gespannt, wo die Reise mit ihm hinführt. Aber erstmal bin ich dankbar, dass er hier bei uns ist. Bei uns und sicher.

Ein Leben für Mirabell

 

Diese Spendenaktion ist Mirabell gewidmet. Eine junge Kuh, die ich neulich kennengelernt habe.
Ich besuchte meine drei Rinder Billy, Maíra und Fiene in der Pension und sah kurz bei den anderen Jungrindern vorbei, die der Bauer für einen Milchbauern großzieht. Ich stand vor der Box und mich schaute plötzlich diese Kuh mit großen, wunderschönen Augen an.
Ich war total fasziniert von ihrer Ausstrahlung. Ich sagte nur voller Begeisterung:
„Mein Gott, bist du hübsch!“
Sie waren alle hübsch, keine Frage. Aber irgendwas hatte sie (und nur sie) an sich, was mich sehr berührte und auch verblüffte. Ich sah sie die ganze Zeit an und sie sah mich an. Alle anderen schienen sich ihrem Schicksal gefügt zu haben, aber sie stand dort wie völlig falsch platziert. Als würde sie mir sagen: „Nun lass mich doch mal raus.“

Ich sah sie in Gedanken schon in meiner Herde bei den ganzen geretteten Rindern. Da gehört sie rein. Nicht in den Milchviehbetrieb. Dauerschwanger. An der Milchmaschine. Auf Spaltenboden. Getrennt von allen ihren Kälbern.

Ich ging und sagte noch mit einem Lächeln zu ihr: „Ich denke an dich.“
Ich habe mir vorgenommen, alles zu versuchen, um ihr zu helfen!

Natürlich hätten alle es verdient. Aber ich kann nicht allen helfen. Irgendwas sagt mir, dass ich genau ihr helfen muss. Mirabell.

Mirabell ist erst 16 Monate alt.

Alleine kann ich das nicht. Sie soll 1600€ kosten und benötigt sehr dringend Paten, die die monatlichen Kosten für Sie übernehmen, und die sie natürlich auch regelmäßig besuchen können. Am besten wäre, wenn sie jemand übernehmen würde. Denn ich habe schon genug Rinder. Der Bauer hilft mir, er kommt mir sehr entgegen und würde, wenn die Kosten gedeckt sind, die Verantwortung für sie übernehmen, sie also weiterhin besitzen, aber als Lebenstier behalten.

Falls wir diese Kosten nicht decken können, muss sie aber in die Milchviehanlage.

Unsere Begegnung dauerte nur 5 Minuten, aber sie hat etwas für uns beide verändert. Und ich hoffe, dass sie Mirabells Leben um 180 Grad drehen wird.

Der Spendenlink ist in meiner Seitenbeschreibung.
Ich würde mich wirklich freuen, wenn diese Geschichte mit eurer Hilfe ein gutes Ende nimmt.

Mirabell bedeutet unter anderem WUNDERSCHÖN.

Update, 03.10.2021:

Mirabell hat den kompletten Kaufpreis gespendet bekommen. Nur die Paten fehlen ihr noch fast vollständig. Trotzdem haben der Bauer und ich entscheiden, Mirabell schon umziehen zu lassen. Sie ist neben meiner Herde eingezogen zu zwei jungen Pensionsochsen. Es war einfach nur so wahnsinnig schön, wie sie sich gefreut hat!
Sie war aufgeregt, aber sehr gefasst und konnte deshalb schon direkt auf den kleinen Auslauf. Sie war noch nie auf einer Weide und kannte deshalb auch keine Zäune, aber es hat super geklappt.

Ich freue mich sehr für Mirabell und hoffe, dass sie noch genügend Paten bekommt, um auch dort bleiben zu können bzw. dann auch in meine Herde umziehen zu können. Bitte unterstützt uns mit einer monatlichen Patenschaft. Dafür wären wir unsagbar dankbar!

Vielen Dank an alle, die uns bereits unterstützen und die Mirabells kleinen Umzug möglich gemacht haben!

Update 26.10.2021:

MIRABELL IST GERETTET!
Sie hat genügend Paten! Danke. Ihr seid super!
Mirabell ist ja aus dem Stall der tragenden Färsen schon ausgezogen und bei den jungen Tierschutzrindern. Im November wird sie in die Herde mit meinen Rindern ziehen.
Sie ist nämlich ein ganz schöner Wildfang und ziemlich frech. King Lui und Simba haben bei ihr keine Chance :‘D
Mirabell kann dank eurer Hilfe einem Leben in der Milchindustrie entkommen.
Der Besitzer hatte sie als Kalb schon vor der Kälbermast bewahrt und jetzt konnten wir ihr zusammen noch einmal helfen. Dafür bin ich sehr dankbar.
Ich habe noch nie mit einem Landwirt zusammengearbeitet, dem das Ganze so wichtig ist.
Sie sind oft gefangen in ihrer Rolle, auch wenn sie es insgeheim gar nicht wollen.
Umso dankbarer bin ich, dass das alles kein Kampf war und ist, sondern eine tolle Zusammenarbeit.

Danke an alle, die daran beteiligt sind, Mirabell ein schönes, faires Leben zu ermöglichen.

#einlebenfürmirabell 

Alle guten Dinge sind 7,5...

17.07.2021

Endlich sind alle unsere Kälber umgezogen und auch Elodie und Elfrieda sind raus aus der Milchanlage. Ganz spontan hat sich unser Ziel geändert. Das Hochwasser hat uns nicht in die Eifel gelassen, aber Ingrid Hawel vom Lebenshof Kälbchenglück hat uns zum Glück geholfen und die Rinder aufgenommen.
Der Transport hat wunderbar geklappt und ganz spontan ist noch ein siebtes Glücksrind mitgefahren. Rosemarie - ein Kälbchen mit halbseitiger Gesichtslähmung. Ingrid übernimmt sie und wird ihr ein wunderbares Leben schenken!

So nimmt die Geschichte unserer Kälber nun ein halbwegs gutes Ende. 5 Kälber konnten einem Leben in der Milch- und Fleischindustrie entkommen. 5 Kälber Kälber werden zu Milchkühen gemacht. 
Ich ging im März auf den Hof, um das Kalb (Alva) einer Kuh kennenzulernen, die ich kaufen wollte (Elodie). Ich verlasse den Hof nun nach vier Monaten mit 7, 5 neuen Weggefährten. 4 weitere Kälber konnten auf Lebenshöfe verteilt werden (Nono, Pocahontas, Mimi und Rosemarie).
Ich würde sagen, wir haben viel geschafft, viel erreicht und viel bewirkt. Es wird Zeit für etwas Neues, denn auch, wenn wir einige Lebewesen vor dem sicheren Tod oder einem Leben in der Milchindustrie bewahrt haben... Dadurch wird sich am System nichts ändern. Es wird so weitergehen, wie bisher. Der Teufelskreis nimmt kein Ende. Ich werde in Zukunft dort ansetzen, wo Potenzial auf Besserung besteht. Elisa und ihre Familie aus Anbindehaltung z. B. Sie waren die letzten von dem Hof und der Bauer wird nicht weitermachen. Elodie gab wegen einer OP keine Milch mehr. Sie wäre geschlachtet worden. Wegwerfkälber wie Nono oder Kälber, die mit ihm nun beim Tierschutzverein „SchaZi“ zusammenleben, nämlich solche mit Hüftschäden oder anderen Behinderungen, das sind welche, die ich retten kann und werde. Eddy und Fridolin, Bullenkälber für die Kälbermast, Abfallprodukte der Milchindustrie. Der Fokus wird auf diesen Tieren liegen und nicht mehr auf Kälbern und Kühen, nach denen eine Nachfrage auf dem Markt besteht. Natürlich haben sie es auch verdient und ich werde nicht einfach nichts tun, wenn ihnen begegne. Ich muss nur eine gute Balance finden, um nicht weiterhin Geld in das System einzuspeisen. 
Der Fokus wird bei mir aber jetzt erstmal gar nicht mehr auf Tierrettungen liegen. Ich brauche eine Pause. 
 
Danke an all die vielen Menschen, die dabei sind und den Tieren ein schönes Leben ermöglichen. Ihr seid ihre und meine Helden! 

 

Pocahontas - wildes Mädchen

23.06.2021

Ein letztes Mal...
Ein letztes Mal bitte ich jetzt um Hilfe für ein letztes Kalb aus dem Milchstall.
Wir nennen sie Pocahontas - wildes Mädchen. Das beschreibt sie ganz gut :D
Sie ist ein bisschen frech, ziemlich aufgeweckt und wirklich aufgeschlossen. Obwohl sich nie jemand intensiv mit ihr beschäftigt hat, geht sie auf jeden Menschen zu und möchte kuscheln.
Sie ist vermutlich Alvas Halbschwester. Und sie ist eigentlich jetzt schon ein Teil unseres Teams. Aber es ist für sie vorgesehen, dass sie im Alter von 6 Monaten geschlachtet wird.
Sie ist jetzt ca. 3 Monate alt...
Einen Platz hätte sie schon dort, wo unsere vier Kälber bald hinziehen. Aber sie hat noch keinen Besitzer.
Ich bin mit 10 Rindern jetzt wirklich absolut ausgelastet.
Freikauf und Transport kann ich bezahlen, aber nicht die dauerhaften Kosten.
Ja, es ist unwahrscheinlich, jemanden zu finden, der sie nimmt. Aber wir haben es schon mehrmals geschafft, obwohl es unmöglich schien. Also versuche ich es jetzt noch einmal.
Wer kann Pocahontas retten?

24.06.2021

Die liebe Lexa vom Begegnungshof in der Espe möchte sich Ponci annehmen und hat deshalb einen Platz für sie auf dem Kälbchenglück-Lebenshof organisiert!

13.07.2021

Es ging alles ganz schnell und schon ist Ponci in ihrem neuen Zuhause. Dort ist sie gemeinsam mit Mimi hingezogen. Mimi ist mir neulich in der Nachbargruppe aufgefallen. Sie war nur halb so groß wie alle anderen in ihrem Alter und sie ähnelt Alva sehr. Lexa hat Mimi an ihre Freundin Moira vermittelt. Weil Mimi in einem sehr schlechten Zustand ist, hat der Bauer sie uns geschenkt...

Ponci und Mimi sind so froh über ihre neu gewonnene Freiheit!

5 Tage später...

Mimi hat es leider nicht geschafft. Wir sind unendlich traurig. Als wir sie mitgenommen haben, war es schon zu spät.

Sie war ein Opfer der Milchindustrie, sie war „Abfall“, weil sie dem Betrieb kein Geld eingebracht hat, also ist sie jämmerlich gestorben. Sie hatte nur 5 Tage in Geborgenheit.


18.10.2021

Pocahontas wird gemeinsam mit einem weiteren Kalb von Lebenshof Kälbchenglück in ein neues Zuhause ganz nah bei Lexa ziehen. So kann sie immer besucht und gekuschelt werden. Ich freue mich für Ponci und Lexa!

Elodie und Elfrieda

Elodie und Elfrieda sind alte Freundinnen. Gemeinsam wurden sie 2019 aus schlechter Haltung beschlagnahmt und erholten sich auf einer Weide neben der Weide von meinen Kühen Noni und Lina.
Ende 2019 wurden sie weiterverkauft. Ich dachte, ich würde sie nie wieder sehen. Aber nach einiger Zeit erfuhr ich, dass sie noch im selben Ort bei einem Milchbauern als Milchkühe gehalten wurden. Ich meldete mich dort und bat darum, sie mir zu verkaufen. Nach nun ca. einem Jahr habe ich es endlich geschafft und Elodie und zu meiner Überraschung auch Elfrieda bekommen! Elfrieda ist tragend und wird im August ihr Kälbchen bekommen und für immer mit ihm zusammenbleiben! Ich bin so froh darüber. Im Juli ziehen sie gemeinsam mit Elodies Tochter Alva und den Kälbchen Eddy und Fridolin in den Pensionsstall, wo auch meine anderen drei Rinder leben.

Update, 14.06.2021

Seit heute darf ich Elodie und Elfrieda offiziell „meine“ nennen, denn heute wurden die Papiere unterzeichnet!
Danke an alle, die es möglich machen!

Elfrieda 

Hilflos

Seit Monaten begleite ich meine drei Kälber Alva, Eddy und Fridolin beim Aufwachsen.
Sie leben nicht alleine in der Gruppe, 7 weitere werden dort auch gehalten. Auch sie sehe ich aufwachsen. Jeden Tag aufs Neue, sehe ich ihre wundervollen Gesichter, anfangs noch ganz schüchtern, mittlerweile mutig, fröhlich und aufgeschlossen. Sie wissen nicht, dass sie nicht gerettet werden. Für die Kälbchen gibt es keinen Unterschied. Sie alle wollen Liebe von mir erfahren und gekuschelt werden, mich kennenlernen, mit mir spielen...
Wir haben mittlerweile eine Bindung aufgebaut. Aber ich kann sie nur im Stich lassen. 
Ihre Blicke brennen sich in mein Gehirn ein, voller Hoffnung sehen sie mich an. Wie erkläre ich ihnen dass ich ihre besten Freunde mitnehme und sie dort lasse?

Sie haben es doch alle verdient. Eine von ihnen wird gemästet und in drei Monaten geschlachtet. Die anderen sechs werden zu Milchkühen herangezogen. Sie werden geschwängert und ihre Kälber wiederum werden ihnen weggenommen, damit man ihre Milch haben kann. Sie werden Teil des endlosen Kreises. In ein paar Jahren wird ihnen das Laufen schwer fallen. Ihre Augen werden dieses hoffnungsvolle Leuchten verloren haben. Ihre Kindheit werden sie nicht vergessen, die behütet und voller Liebe war, so viel, wie ich ihnen eben geben konnte.
Sie werden mich vermissen, ich bin ihre Bezugsperson. Ich werde sie vermissen. Und sie werden nicht verstehen, warum sie Teil des Teufelskreises werden mussten und ihre drei besten Freunde nicht.

Aber eine gewisse Hoffnung besteht noch. Das Problem ist nur, dass sich kaum einer so einem Kälbchen annimmt. Wir brauchen mehr Leute, die Mithilfe muss mehr werden. Noch ist es für diese Kälbchen nicht zu spät....

Update 14.06.2021:

Heute habe ich eines der Kälbchen freikaufen können. Sie ist die älteste aus der Kälbergruppe und eine gute Freundin von Alva, Eddy und Frido.
Sie wird nun offizielle Fridos große Schwester, denn sie haben die gleiche Besitzerin. Katja hat sich ihrer angenommen und ermöglicht ihr nun das Leben, das sie verdient hat!

Abschied

Leider musste ich am Sonntag, den 18. April, Abschied von meiner geliebten Kuh Klara nehmen. Klara war fast 16 Jahre alt und hatte schon lange Gelenkprobleme. In der letzten Woche ihres Lebens konnte sie nicht mehr aufstehen. Sie war trotzdem noch so munter und fröhlich, dass wir uns vorerst gegen eine Einschläferung entschieden.
Die letzte Reise hat sie ganz selbstständig und bewusst angetreten, ohne dass ein Einschläfern nötig war. Sie ist in Frieden gegangen und das macht es für mich erträglich.

Klara kenne ich schon fast mein ganzes Leben und somit war es nicht leicht für mich, sie so zu sehen. Auch wenn ich darauf vorbereitet war, war es ein Schock, sie tot aufzufinden. Klara habe ich so gut wie alles zu verdanken. Sie ist die Mutter und Oma einiger meiner Kühe.
Ich möchte hiermit darauf aufmerksam machen, wie wichtig es ist, auf sein Tier zu hören und ihm den Sterbeprozess so zu ermöglichen, wie er oder sie es sich wünscht, Tiere wissen meistens ganz genau, was sie wollen und auch sie haben ein Recht darauf, zu leben, auch wenn sie nicht mehr alles machen können, so wie in diesem Fall eben, nicht mehr laufen zu können. Natürlich muss man abwägen, ob das Leid größer ist, als die Lebensfreude und der Lebenswillen.

Ich bin Klara unendlich dankbar für das, was ich von ihr Lernen durfte und ich trage diese wundervolle Kuh immer in meinem Herzen.

Klara:
alt-deutscher Name, kommt von dem Wort "klara" und stammt von der Silbe "klar" ab, was "reine, ungetrübte, deutliche" bedeutet.

"Klara" entstammt dem Wort clarus für hell, schön, leuchtend. Klara ist somit "die Schöne", "die Leuchtende" oder auch "die Berühmte".

12.05.2021

Heute Nacht ist meine Kuh Edda Julie im Alter von 19 Jahren friedlich eingeschlafen und nicht wieder aufgewacht.
Edda wurde auf einem Hof in Niedersachsen als Mutterkuh gehalten und lebte dort auf großen Wiesen in Wald und Moor.
Ende 2019 sollte sie geschlachtet werden. Ich kaufte sie und brachte sie ins Sauerland, wo sie mit ihren Freunden in einem Offenstall ihren Lebensabend verbrachte.
Edda lebte noch eineinhalb Jahre über ihren Schlachttermin hinaus. 
Sie war bis zum letzten Tag so gesund, dass keiner damit rechnete, dass sie sterben würde. 
Edda war für mich das Sinnbild einer Mutter und Großmutter. Sie war ein stabiler Pol in der Herde und bis zuletzt sie selbst, gelassen und stark.
Ich bin dankbar, dass ich sie kennenlernen durfte und dass sie selbst entscheiden konnte, wann sie diese Erde verlässt.

Edda: 

altdeutscher Name, bedeutet "Segen" und "die ihr Gut schützende"
altisländischer Name, bedeutet "Urgroßmutter" und wird mit tiefem Wissen verbunden.

Nono soll nicht sterben

17.04.2021

Heute haben Alex und ich unsere Kälbchen Alva, Eddy und Fridolin besucht. Ich ging an den vielen Kälberiglus vorbei und war ganz überrascht, wie viele Kälber schon wieder hinzugekommen waren. Ich sah auf die Markierungen an den Iglus. W steht für weiblich, B für männlich, Bullenkalb, in zwei Wochen reif für die Kälbermast. Der Melker des Milchviehbetriebs kam zu uns und drückte mir eine Nuckelflasche mit Milch in die Hand: „Du füttern Baby?“
Ich nahm die Plastikflasche mit dem erwärmten Milchaustauscher und folgte ihm zu dem Kälbchen, das gefüttert werden sollte. Er stand am Ende der Reihe. Wenige Tage alt. Schwarz-weiß und ein rosa-rotes Näschen mit schwarzen Pünktchen. Er verstand nicht, das er trinken sollte. Also steckte ich meine Finger in seinen Mund und führte ihn zur Flasche. Er fing an, zu saugen, ganz vorsichtig und kraftlos. Ich hielt meine Hand unter seinen Kopf, weil es ihm schwer fiel. Er konnte auch noch nicht wie die anderen aus dem Eimer trinken. Ich schaute ihn an, sah in seine Augen und dachte an seine Mutter, die ihn 9 Monate lang ausgetragen hatte und jetzt nicht bei ihm sein durfte und fing an zu weinen.
Als männliches Kälbchen auf einem Milchviehbetrieb hat er die schlechtesten Karten. Einige Stunden nach der Geburt wurde er von seiner Mutter getrennt und in zwei Wochen wird er von einem Viehhändler abgeholt und vermutlich gemästet, bis er mit 6 Monaten geschlachtet wird. 
Ich weinte nicht wegen der Schlachtung. Mich traf es, dass er nicht bei seiner Mutter war und dass ihm, so einem unschuldigen hilflosen Wesen, so ein schweres Schicksal auferlegt wurde. Ein Schicksal, das so viele Kälbchen mit ihm teilen.
Als die Flasche leer war, schauten Alex und ich uns an und sie sagte „Was meinst du, sollen wir es versuchen?“
Ich fing an zu lachen. Normalerweise gehe ich nie zu den Kälbchen, weil ich es nur schwer ertrage.
Und nun versuchen wir es eben, auch für diesen kleinen Kerl ein Leben möglich zu machen.
Was wir suchen, ist entweder einen Lebensplatz (Kauf, Transport und Kastration können von mir bezahlt werden) oder jemanden, der ihn übernimmt und ihn vielleicht mit zu unseren anderen Kälbchen in den Pensionstall stellt.
Die Chance ist klein, aber unsere Hoffnung umso größer.
Wer kann dieses Kälbchen retten?"

Update, 24.04.2021

Ich habe Nono heute gekauft. Er wird auf dem Tierschutzhof "SchaZi - Unsere Zickenfarm e. V." leben! Somit wird er nicht als Baby sterben, sondern behütet aufwachsen und ein langes Leben führen. Nono braucht noch dringend Paten, um in seinem neuen Zuhause versorgt werden zu können!

Update, 23.05.2021

Nono ist zusammen mit zwei anderen Kälbchen in sein neues Zuhause gebracht worden.
Es war eine lange Fahrt, aber es hat sich gelohnt. Er ist gut angekommen und wird dort behütet aufwachsen.
Allerdings fehlen Nono immer noch Paten für seine Versorgung.

Danke an alle, die Nono unterstützt haben und unterstützen. Jetzt ist er in Sicherheit!

Elodie will ihr Kalb behalten!

21.02.2021

Meine Freundin Elodie möchte, wie jede andere Kuh auch, ihr Kalb aufwachsen sehen und mit ihm zusammen sein! Sie will nicht schon wieder von ihrem Kind getrennt werden.
Deshalb möchte ich sie und ihr noch ungeborenes Kalb kaufen.
Am 07. März ist der Geburtstermin und ich hoffe, ich kann bis dahin das Geld auftreiben und Elodie und ihr Kälbchen auch für die nächsten Jahre finanziell absichern.
Wenn das geschafft ist, will ich Elodies Freundin Elfrieda nachholen, die das selbe Schicksal erleidet. Aber eins nach dem anderen...
Wer möchte Elodies Pate werden und ihr somit ein Leben in Freiheit ermöglichen?

Update, 02.03.21

Leider habe ich heute die Absage für die Rettung von Elodie und ihrem Kälbchen bekommen.
Ich kann Elodie erst im Herbst kaufen und ihr Kalb bekomme ich nur, wenn es männlich ist, da der Bauer es ansonsten später als Milchkuh großziehen will. Das heißt, dass die Zwei einen Tag nach der Geburt getrennt werden, obwohl es eigentlich anders besprochen war. Ich werde natürlich weiterhin versuchen, dies zu verhindern!


Alva Elodia 

Elodie hat am 10.03.2021 ein wunderschönes Kälbchen auf die Welt gebracht. Die kleine Alva Elodia. Kurz zuvor träumte ich von ihr und mir wurde klar, dass ich ihr helfen muss. Als ich Alva das erste Mal traf, war sie schon nicht mehr bei Elodie. Die Zwei wurden nach einem Tag voneinander getrennt, damit man Elodie die Milch wegnehmen kann. Ich kuschelte ganz viel mit Alva und es fühlt sich an, als würden wir uns schon lange kennen. Nun möchte ich Alva retten...


Alva, Eddy und Fridolin wollen leben!

In dem Kälberiglu neben Alva schrie bei unserem ersten Treffen ein kleines Kälbchen bitterlich nach seiner Mama. Es kam mir schon fast unmöglich vor, Alva zu kaufen, also wagte ich gar nicht, daran zu denken, dem kleinen Kerl auch zu helfen. Aber seine Schreie ließen mich nicht los und so suchte ich nach jemandem, der ihn kaufen würde. Ich dachte, es sei unwahrscheinlich, jemanden zu finden. Ich fand aber ganz schnell die liebe Alex, die schon länger so etwas plante und die liebe Katja erklärte sich auch noch bereit, das andere Kälbchen neben Alva zu kaufen. Sie nannten die Zwei Eddy und Fridolin und am 20.03. kauften wir alle drei Kälber gemeinsam. Sie werden in drei Monaten zu Billy und den Kühen ziehen.
Sie können zwar nicht bei ihren Müttern sein, was sehr traurig ist, aber sie werden leben. Ansonsten wären sie in sechs Monaten vermutlich zu Döner verarbeitet worden.

links: Alva
rechts oben: Fridolin
rechts unten: Eddy

Eine Kuhfamilie braucht unsere Hilfe!

Gemeinsam mit Conny Böttger vom Tierparadies Muhrielle möchte ich die letzten überlebenden Verwandten meiner Kuh Elisa befreien. Es handelt sich dabei um fünf angekettete Kühe und ihre Kälber. Alle sollen verkauft werden und langsam wird die Zeit, in der wir ihnen noch helfen können, knapp. 
Wer kann uns finanziell unterstützen, damit wir sie befreien können?

06.02.2021

Die ersten zwei Rinder konnten befreit werden! Schneewittchen und ihre Tochter Rapunzel leben jetzt im Tierparadies Muhrielle.

18.02.2021

Auch Elina, Lara, Frieda, Tinkerbell, Maya und Tayo konnten umziehen. Wir freuen uns, dass sie eine neue Chance vom Rüsselheim e. V. bekommen haben!


Und nun wurden - am 06.04.2021 - endlich die letzten Ketten abgelegt und Margo, die Schwester meiner Kuh Elisa, und ihre Tochter Julie-Ann konnten ins Tierparadies MUHrielle gebracht werden.
Was für eine Aktion. Ich kann es kaum glauben, dass wir das auf die Beine gestellt haben. Das war bisher die größte Kuhrettungsaktion meines Lebens und ich bin so dankbar für diese Erfahrung und für die Freiheit dieser 10 Rinder.
Danke Conny und Daniela, ohne euch hätte ich es nicht geschafft.